Seit dem 31. Januar bin ich als neue Pfarrerin in der Gemeinde Aussersihl vom Dekan Theo Haupt frisch eingesetzt worden! Vielleicht waren Sie ja auch an diesem Gottesdienst, haben mit mir schon ein paar Worte gewechselt und mit mir auf eine gute gemeinsame Zukunft angestossen.
Mit verschiedenen Blumensträussen und lieben Karten bin ich willkommen geheissen worden. Auf einer war aus dem bekannten Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse zu lesen: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben“. Dieses Zauberhafte habe ich hier schon mehrfach erfahren. Es begegnet mir in all dem Neuen, das auf mich zukommt: in der neuen Aussicht aus meinem Fenster, in den neuen Gesichtern und Stimmen, in den neuen Gerüchen und Klängen, in der grossen, meine Seele weitenden Kirche St. Jakob. Und der Zauber liegt auch in meinen Vorstellungen und Phantasien, was sich aus diesen Neuigkeiten entwickeln kann. Die sogenannte Realität hat am Anfang noch nicht viel zu suchen. Sie kommt von selbst früh genug.
Und auch Sie fangen mit mir neu an. Ich hoffe, dass Sie dabei ebenfalls einen leichten Zauber verspüren. Vielleicht gerade in den Seiten, Worten und Taten von mir, die anders sind, als die von meinem Vorgänger Anselm Burr. Sicher werden Sie auch Liebgewonnenes vermissen, mit Anderem kann ich Sie hoffentlich erfreuen. Ich hoffe, dass ich vielen von Ihnen bald auch in der Realität (jetzt darf sie kommen!) begegnen werde. So können vielfältige Beziehungen wachsen, die den Sauerstoff einer lebendigen Gemeinde bilden. Zögern Sie nicht, wenn Sie mich kennen lernen wollen! Sie dürfen jederzeit in mein Büro kommen, ebenso gerne besuche ich Sie auch zuhause. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine gute, gesegnete Zeit! Ihre Pfarrerin Verena Mühlethaler