Liebe Aussensihlerin, lieber Aussensihler heute ist „Johanni“ – der Johannistag (24. Juni). Dieser Tag markiert einen Punkt im Jahreslauf, den wir auch als „Stadtmenschen“ wahrnehmen können. Auch wer nur gerne grillt, oder am Abend am See sitzt, bemerkt, dass das Jahr an Johanni seine Höhe erreicht hat. Ab dem 21. Juni, dem Tag der Sommersonnenwende, werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger. Es ist Halbzeit im Ablauf des Jahres. Wie in der Halbzeitpause eines Fussballspiels ist das die Gelegenheit, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Wie ist es bisher gelaufen? Welche Entscheidungen habe ich getroffen? Welche Handlungen sind abgeschlossen, die ich auch abgeschlossen sein lassen muss? In der Mitte des Jahres innehalten, Zeiten der Unterbrechung suchen. Das tut gut, vielleicht tut es sogar not. Vielleicht ist die Halbzeit des Jahres auch eine gute Gelegenheit, die Jahreslosung für dieses Jahr noch einmal in den Blick zu nehmen und noch einmal neu zu hören: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ Wie sieht es damit aus, in der Halbzeit des Jahres? Wo waren die Schrecken? Wo der Glaube und das Vertrauen? Das berühmteste Johannes-Wort kann Richtschnur sein für diese Halbzeitmeditation: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ Wo muss ich etwas an dem Weg, den ich dieses Jahr eingeschlagen habe, ändern? Wo muss ich mich zurücknehmen, um Raum zu lassen für etwas anderes? Worauf blicke ich voraus, was gibt mir wieder Kraft auf dem Weg durch dieses Jahr, auf dem Weg durch mein Leben? Der Johannistag erinnert uns in der festlosen Zeit des Kirchenjahres an das, was uns erwartet. Was war – und was kommt!? „Du schönes, sommerliches Land, du schöne Zeit, alles ruht nun fest in Gottes Hand, Zukunft und Vergangenheit.“ Ihr Pfarrer Theo Bächtold
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Pfarrer Theo Bächtold Stauffacherstrasse 8 8004 Zürich Tel. Tel. 044-242 89 15
bachtold@limmat.ch
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